Welche Bundesländer übertragen das Tarifergebnis auf die Beamten 1:1? Aktueller Stand 26.02.2026

Zuletzt geändert am 26.02.2026

Einige Bundesländer haben bereits eine 1:1-Übertragung angekündigt. Andere prüfen noch die konkrete Umsetzung, teilweise unter Hinweis auf die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zur amtsangemessenen Alimentation. Wieder andere haben sich bislang öffentlich nicht festgelegt.

Schleswig-Holstein überträgt das Ergebnis bereits ab 01.Januar 2026

Das Finanzministerium Schleswig-Holstein hat auf Nachfrage von öffentlicher-dienst.org neue Zahlen zur Umsetzung des jüngsten Tarifergebnisses vorgelegt.

In Schleswig-Holstein sind rund 21.700 Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst tätig. Für den Tarifbereich rechnet das Land mit Mehrkosten von rund 17,0 Millionen Euro im Jahr 2026, etwa 35,0 Millionen Euro im Jahr 2027 und rund 3,7 Millionen Euro im Jahr 2028. Nach Angaben des Ministeriums ist dafür im Haushalt ausreichend Vorsorge getroffen.

Finanzministerin Silke Schneider kündigte an, das Tarifergebnis systemgerecht zum 1. Januar 2026 mindestens in gleicher Höhe auf die Beamtinnen und Beamten sowie auf die Versorgungsempfänger zu übertragen. Die konkrete Ausgestaltung ab 2027 hänge von den vom Bundesverfassungsgericht vorgegebenen Parametern zur amtsangemessenen Alimentation ab. Die vorzeitige Übertragung im Bereich Besoldung und Versorgung erfolge aufgrund dieser verfassungsrechtlichen Vorgaben.

Unabhängig davon will die Landesregierung die Besoldung rückwirkend für das Jahr 2025 an die neuen Maßstäbe des Gerichts anpassen. Auch diese Änderungen sollen für Versorgungsempfänger gelten.

Für Besoldung und Versorgung rechnet das Land insgesamt mit einem Mehrbedarf von rund 385 Millionen Euro. Ein wesentlicher Teil soll über Rücklagen gedeckt werden, die Mittel werden laut Ministerium jedoch nicht ausreichen. Konkretere Angaben zur endgültigen Höhe des zusätzlichen Finanzbedarfs sollen in den kommenden Wochen folgen.

Geplant ist, noch vor der Sommerpause ein Gesetz zur Besoldungsanpassung sowie einen Nachtragshaushalt vorzulegen.

Sonderseite Besoldungsrunde Beamte 2026

Welche Bundesländer haben sich noch nicht zur Übertragung geäußert?

  • Berlin

  • Sachsen-Anhalt

  • Hessen (Tarifergebnis des TV-H steht noch aus)

Welche Bundesländer prüfen gerade wie die Übertragung umgesetzt wird?

  • Bayern prüft gerade wie das Ergebnis übertragen wird

  • Bremen prüft ebenfalls

  • Sachsen | lt. unserer Nachfrage beim Finanzministerium vom 26.02 weiterhin in Beratung

  • Thüringen | bisher nur mündliche Zusagen von Herrn Mario Voigt (CDU) | Rückmeldung Finanzministerium ausstehend |

Welche Bundesländer übernehmen das Tarifergebnis 1:1?

  • Baden- Württemberg zeitgleich und systemgerecht

  • Brandenburg systemgerecht zugesagt

  • Hamburg Übertragung 1:1

  • Mecklenburg-Vorpommern zeitgerecht und systemgerecht zugesagt

  • Niedersachsen systemgerecht zugesagt

  • Nordrhein-Westfalen Übertragung 1:1

  • Rheinland-Pfalz zeitgerecht & systemgerecht zugesagt

  • Saarland zeit- und inhaltsgleich zugesagt

Welche Bundesländer übertragen das Tarifergebnis besser?

  • Schleswig-Holstein Übertragung bereits ab 01.01.2026