Öffentlicher Dienst der Länder: Die 3. Verhandlung im TV-L Januar 2026 startet heute: Aktueller Stand
In Potsdam geht es in die entscheidende Phase: Vom 11. bis 13. Februar treffen sich Gewerkschaften und Tarifgemeinschaft deutscher Länder zur dritten Verhandlungsrunde der TV-L Tarifrunde 2026 im Tarifkonflikt. Beide Seiten sprechen von einer konstruktiven Atmosphäre und halten eine Einigung für möglich. Gleichzeitig bleibt offen, ob es doch noch eine vierte Runde braucht. Eine Schlichtung ist bislang nicht geplant. Vor Beginn der Gespräche erhöht ver.di mit bundesweiten Warnstreiks den Druck. Im Zentrum steht die Forderung nach 7 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.
Rechner für Ergebnis zur Tarifrunde bereits online
Bereits in der zweiten Runde Mitte Januar hatte die TdL kein konkretes Angebot vorgelegt, sondern lediglich Eckpunkte für einen möglichen Einigungskorridor präsentiert. Vorgesehen sind Entgelterhöhungen in drei Stufen von 2026 bis 2028, insgesamt nach Arbeitgeberangaben rund fünf Prozent bei einer Laufzeit von 29 Monaten. Die Gewerkschaften halten das für unzureichend und kritisieren insbesondere die lange Bindung sowie das geringe Volumen, das aus ihrer Sicht die Kaufkraftverluste nicht ausgleicht.
Um die Auswirkungen möglicher Abschlüsse transparenter zu machen, haben wir für euch ein Tarifrunden-Rechner bereitgestellt. Dort lassen sich prozentuale Erhöhungen und Sockelbeträge individuell eingeben, um die konkreten Effekte für die eigene Entgeltgruppe direkt zu berechnen. Als aktuelles Beispiel das TdL-Eckpunktepapier aus der zweiten Runde mit einer prognostizierten Erhöhung von 2,3 Prozent im ersten Jahr. (Leicht über der Inflation von 2,2%)
Die wichtigsten Termine zur Tarifrunde 2025/2026 TV-L
17. November 2025: Forderungen vorgestellt
3. Dezember 2025: Erste Verhandlungsrunde
15.–16. Januar 2026: Zweite Runde
11.–13. Februar 2026: Dritte Runde